Monthly Archives: April 2011

Das total verwirbelte Musikrätsel

Hui, da hat der kleine Peter gerade sein Lieblingslied samt Interpreten in Form eines Bilderrätsels gemalt, als plötzlich ein Windhauch durchs Fenster blies und alle seine Bilder im Raum verteilte! Jetzt braucht er jemanden, der seine Bilder wieder in die richtige Reihenfolge bringt und sein Rätsel löst. Doch obacht: Zwei der Bilder müssen erst von einem dritten abgezogen werden, damit all dies Sinn ergibt. Bist du dieser Aufgabe gewachsen?

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Bleist from the Peist

Der letzte Text hat Erinnerungen an eine Zeit geweckt, die später in meiner Biographie als “Die verlorenen Jahre” bezeichnet werden: Alles nach dem Schulabschluss. Ich kramte die erwähnten alten Reviews aus, die ich einst unter Einsatz meines Lebens aus dem php-Code unserer Site gehackt hatte. Wer war dieser Mensch, der solch verbrauchte Formulierungen benutzte, warum machte er so viele Absätze und wieso siezte er den Leser? Aber nach Lektüre meines Fastgesamtreviewwerks wurde mir zwei klar: Meine Herren, hatten Spiele früher viele Bugs; und: Hey, Reviews sind irgendwie doch was Tolles. Jahrelang hab ich sie geschmäht, verhöhnt und mich über ihre Autoren lächerlich gemacht; aber irgendwie ist es befriedigend, etwas über den Spielablauf zu erfahren, ohne der Gefühlswelt des Autors anteilig zu werden; es erfreut, auch mal etwas über die technische Seite des Spiels zu erfahren; das Legen des Hauptaugenmerks auf Information anstatt Unterhaltung und die Formelhaftigkeit, die einen vor den ach so coolen Textricks des Autors bewahrt, geben mir plötzlich wieder was. Faszinierend.

Ich mein, ich könnte heute nicht mehr so schreiben wie damals, einfach weil ich Spiele inzwischen ganz anders wahrnehme und nicht mehr die durchquerten Screens zähle, weil ich inzwischen ein gewisses Grundwissen meiner Leser vorraussetze und aus letztens genannten Gründen eh nicht das Zeug dazu hab. Aber ich möchte das alte Zeug mit euch teilen, weil ich Allerlei Blei als große “Alles was SpielerDrei macht”-Anlaufstelle sehe, und da gehört meine Vergangenheit halt mit zu. Klar sind sie uninteressant, hoffnungslos unaktuell, miserabel geschrieben und von zweifelhaftem Inhalt, aber ääh… hmmm, anscheinend hat sich mein Output doch nicht so sehr verändert. Möchtet auch ihr einen Schritt in die ferne Vergangenheit wagen und an konkreten Beispielen den schreiberischen Selbstfindungsprozess des SpielerDreis mitverfolgen, dann arbeitet euch einfach chronologisch durchs Archiv oder lasst euch gleich alle entsprechenden Texte durch einen Klick auf das furchtbare Wortspiel-Tag hier unter anzeigen. To the past!

Re: Zensionsexemplare

Es reichten die Besuche der ersten zwei Game Conventions, um meine blühende Zukunft als angesehender Spielekritiker im Keim zu ersticken. Dort kam ich das erste Mal in direkten Kontakt mit Menschen, die aktiv an den Spielen, die ich besprach, arbeiteten – ich hatte nie Kontakt mit Publishern etc., das lief immer über Dritte. Aber hier sprach ich halt mit ein paar PR-Menschen, ließ mir von  einem der Entwickler Parameter und Vivisector zeigen (jaa, die ganz großen Namen) und hatte generell viel Vergnügen.

Zwei Wahrheiten, zum besseren Verständnis: Ich bin emotional eine furchtbare Lusche; jeder Mensch, mit dem ich auch nur geringsten persönlichen Kontakt hatte, ist mir wichtiger als eine namen- und gesichtslose Masse. Als ich das Review von K. Hawk (DIE GANZ GROSSEN NAMEN!) schrieb, welches nur so mittel ausfiel, musste ich an den entsprechenden freundlichen PR-Menschen denken und bekam, so peinlich es auch ist, das zuzugeben, ein schlechtes Gewissen. Ich wusste, dass es ihr Job ist, nett zu sein, dass die den Text nie lesen und mein Einfluss auf die Verkäufe des Titels sich mit gutem Willen im einstelligen Bereich bewegte; nichstdestotrotz fühlte ich mich mies. Ich änderte das Review nicht, weil ich schon damals true und kredibel war, aber das Gefühl blieb. Und wurde schlimmer.

Dieses R.U.S.E.-Ding, wo Nille und ich waren? Fürchterlich. Alle viel zu nett, und ich mit viel zu wenig Ahnung von der Materie, um das Gute, was in dem Spiel steckte, würdigen zu können. Mir fehlt die Abgeklärtheit, dieser Filter im Kopf, der mir sagt, dass die den ganzen Zirkus nur veranstalten, um mich zu beeinflussen, damit ich euch beeinflusse, das entsprechende Spiel zu kaufen.

Das Gleiche gilt für zugeschickte Spiele. Ich bin schlichtweg nicht in der Lage, etwas geschenkt (jaja.. TANSTAAFL und so) zu kriegen und nicht dem Schenker Wohlwollen zu unterstellen – ich mein, ich hab das Actionbudegewinnspiel fair und Quadrat gewonnen, und trotzdem kann ich Yemeth nicht so vorbehaltlos hassen wie vorher, weil er mir halt ne Box mit Spielen geschickt hat, die ich wahrscheinlich nie anfassen werd (sorry dafür). So bin ich nun mal gepolt, und wenn dieses Geständnis jetzt dazu führt, dass mir jeder Hans und Franz Geschenke schickt, um meine Sympathie zu erlangen, muss ich lernen, damit zu leben. Ich hätte übrigens gerne ne PS3.

Jedenfalls hab ich deswegen eine Power-Rangers-Minispielsammlung durchgespielt,  zu viel Zeit mit diesem furchtbaren Spiel  verbracht (Keyboardbelegung von 40+ Tasten für ein Adventure. Da muss man auch erstmal drauf kommen) und auf einem deutlich zu lahmen Rechner Links 3 oder 4 gespielt, obwohl mein Wissen über Golf sich auf Leaderboard für den C64 und Happy Gilmore beschränkte. Das ist doch kein Leben!

Unter anderem darum schreibe ich keine Reviews mehr. Ich brauch diesen zusätzlichen emotionalen Ballast nicht; die Vorstellung von den enttäuschten Entwicklern, die über Jahre ihr Tagwerk einem Spiel opfern, an dem ich dann auf meiner wordpress-Seite vor dreißig Lesern kein gutes Haar lasse, ist schon schlimm genug. Wenn ich jetzt mal ein Spiel umsonst kriege, liegt meine einzige Verantwortung darin, es irgendwann dem freundlichen Leiher zurückzugeben, und sollte ich doch mal ein Spiel für Vollpreis erstehen, zögere ich auch nicht, knallharte und vernichtende Kritik zu äußern.

Steck is the new Pixel!

Guess the Game and Find the Fault!