Monthly Archives: August 2012

Papo & Yo

Ich möchte was über Papo & Yo schreiben. Lest bitte dazu das hier.

Es würde mich ganz und gar nicht wundern, sollte in naher Zukunft ein ausführlicher Text von SuperDaniel  diesbezüglich erscheinen, in dem er das wahrlich Interessante an diesem Spiel mit mehr Fach- und Kontextwissen behandeln wird, daher hier nur soviel: Das Spiel ist die Aufarbeitung einer Kindheit mit einem alkoholsüchtigem Vater.

Zugegeben, von dem Erfinder von Army of Two and Boogie hätte man nicht unbedingt eine von kindlicher Phantasie getränkte Traumataverarbeitung in Spielform erwartet. Ich hab auch keine Ahnung, ob dem tatsächlich so ist oder der Hintergrund schnöder Fiktion entsprang, noch kann ich sagen, wie holzhammerig mit der Thematik umgegangen wird oder ob das Spiel an sich überhaupt gut ist.

Weswegen ich bar jedweder über das Obige hinausgehender Informationen dennoch was schreiben wollte: Weil ich glauben will, dass das echt ist, so doof das auch klingt. In Musik und Literatur ist es gang und gäbe, eigene Vergangenheit zu offenbaren und damit etwas Bemerkenswertes zu erschaffen, aus dem eigenen Leid etwas zu erschaffen, was im Idealfall anderen Freude bereitet. Und das ist etwas ganz Wunderbares. Klar, das gibt es eine Stufe kleiner auch bei Spielen schon länger (dys4ia comes to mind). Dass aber sowas nun auch in Spielen dieser Breitenwirkung (hey, immerhin PSN) passiert, ist toll.

Sollte The Binding of Isaac auch auf Tatsachen beruhen, möchte ich das übrigens nicht wissen.