Fuck this, this and this.

Keine Angst, das wird hier weiterhin ein weitestgehend von Computerspielen und schlechten Wortspielen beherrschter Raum bleiben, aber um mich nach all der langen Zeit der Enthaltung wieder warmzuschreiben, bedarf es manchmal einfach mal dessen, was die meisten Menschen in diesem schönen Land an die Tasten treibt: Das Aufregen.

Es liegt in der Natur des Nerds, sich über Nichtigkeiten aufzuregen: Der Fokus auf für “normale” Menschen als nichtig angesehende Bereiche wäre vermutlich in den Grundstatuten des Nerdtums verankert, wenn, ach, wenn es sowas gäbe und nicht jeder Jungnerd die Reise in dieses unbekannte Leben allein und ohne Hilfe bestehen müsste.

Ich bin ja eher so ein ruhiger Typ, dem Aufregen nicht gar so viel Spaß macht wie, wie’s scheint, dem Rest meiner Twittertimeline. Aber es gibt ein paar Faktoren, die mich aus nicht näher erklärbaren (und auch mir mysteriösen) Gründen gen Wahnsinn treiben. Frauen, die hochhackige Schuhe tragen, ohne auf hochhackigen Schuhen laufen zu können. Menschengruppen, die die gleiche Kleidung tragen. Und, wie in dem folgenden Werbeclip für Müllerjoghurt, a.) Witze über häusliche Gewalt, b.) Witze ohne Pointe und c.) falsche Grammatik.

(Ich verlink den mal nur, will nicht arglose Besucher dazu bringen, unfreiwillig deren Clicks hochzuschrauben)

Wer aus berechtigten Gründen, wie zum Beispiel Geschmack, nicht auf das Video klicken möchte oder gehörlos ist, hier der gesungene Werbetext:

Tochter: “Hör mal liebe Mami, ich hab mich tätowiert!”
Mutter: “Dann zeig’s doch gleich mal Papi, der dir dann eine schmiert!”

HAHAHAHA FUNNY FUNNY! Okay, meine drei Kritikpunkte in wenigen Sätzen:

a.) Über Humor streiten ist bescheuert und jeder lacht über was anderes, schon klar. Trotzdem finde ich in einem offensichtlich “humorig” angelegten Werbeclip die Androhung von Schlägen des Vaters gegen die Tochter total unnötig, nicht nur aufgrund der ekeligen Vorfreude im Blick der Mutter. Und durch Backpfeifen geht der olle Drache auch nicht weg.

b.) Erstmal ist “Du kriegst gleich aufs Maul!” nicht so eine geistreiche geäußerte Riposte, wie es Mami scheint, und zweitens sitzt Papi doch mit am Tisch und hat das Tattoo eh schon gesehen. DAS MACHT ALLES GAR KEINEN SINN.

c.) Da ich nicht davon ausgehe, dass sie sich den durchaus professionell aussehenden Drachen selber in die Haut gestochen hat, müsste es verdammt nochmal “ich ließ mich tätowiern” oder so heißen. Klar, dann passt der Reim nicht mehr, aber aus oben genannten Gründen ist der Jingle-Singsang ja eh komplett kacke, weswegen ich nun eine in meinen Augen deutlich verbesserte Version präsentieren möchte, die a.) auf innerfamiliäre Gewalt verzichtet, c.) grammatikalisch korrekt ist b.) die Tochter wesentlich mehr trifft, als es Papas Pimp Slap je könnte.

Tochter: “Ich ließ mich tätowieren, ach Mami, schau doch her!”
Mutter: “Dein Vater hat das Gleiche, du bist so cool wie er!”
(Papi hebt Hemd und was auch immer er darüber trägt und entblösst den auf einmal wesentlich uncooler wirkenden Papiwampendrachen)

Puh. Das tat gut. Als nächstes dann wieder Schwachsinn oder Spiele oder so.

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