Category Archives: Spiele

Ein vermutlich sehr dummer Januar

Nun, ich denke, keiner von uns sollte überrascht sein, dass dieser Monatsrückblick nicht bereits am Ende des Monats erschien. Nichtsdestotrotz: Ein Monat keine Spiele gekauft, woohoo! Es würfe ein besseres Bild auf mich, verschwiege ich, dass ich nicht nur die verschiedensten Dezembersales nutzte, um torschlusspanisch noch diverse Titel zu erwerben, sondern auch bereits eine Einkaufsliste von Spielen erstellte, die ich 2020 so früh wie möglich kaufen will. Der Termin für diese ziemlich dumme Idee war recht schlecht gewählt, wie ich zu spät feststellte, hatte ich mir vor Kurzem doch erst eine PS4 gekauft und muss nun ein Jahr warten, bis ich die ganzen Highlights (God of War, Uncharted 4, Spider-Man, Dragon Quest XI) des letzten Jahres spielen kann, aber nun, wie man sich bettet, so liegt man. Dass ich Wargroove so gar nicht auf dem Zettel hatte (was vermutlich am dümmlichen Namen liegt, registrieren Titel mit War-Vorsilbe doch mal so gar nicht in meiner Kopf (vergleiche Warface, Warframe, Warhawk)) und das mal total nach was aussieht, was ich ewig spielen würde, stimmt mich auch unglücklich. Wird aber wohl auch nicht das letzte Mal sein, dass ich diese Entscheidung bereue.

Spiel des Monats
Der Januar stand ganz im Zeichen von Earth Defense Force 5,und die angezeigten 180 Stunden im Saveslot bezeugen dies. Ich finds sehr schwer, die Faszination dieses tumben Titels zu vermitteln, zumal ja Shooter sonst so überhaupt nicht mein Genre sind. Ist ein bißchen wie Bud-Spencer-Filme, da meckert auch keiner, dass die Dialoge blöd und die Action nicht realistisch ist. Hab ich EDF2017 und EDF2025 schon geliebt, ist dieser Teil aber tatsächlich eine sinnvolle Steigerung in allen Belangen: Dass man den Gegnern ansieht, wie verletzt sie schon sind, macht die Gegnerwahl einfacher und das Schlachtfeld optisch abwechslungsreicher, die Möglichkeit, einzelne Waffenattribute zu verbessern ist ein Segen, was die Langzeitmotivation angeht, und nicht nur kann man nun per Quickchat singen und tanzen, nein, dein Squad stimmt sogar mit ein bzw. tanzt mit. Großartiger Quatsch, der auch prima im Coop funktioniert und mit vier Klassen, 112 Leveln, fünf Schwierigkeitsgraden (die sich nicht nur auf Schaden/HP-Werte begrenzen), einem Haufen beknackter Gegnerarten und etwa 1000? Waffen mehr als genug Umfang bietet, was man auch daran erkennt, dass ich nach obengenannten 180 Stunden gerade mal das 50%-Achievement erlangt habe. Wen all das nicht begeistert, sollte sich mal den Trailer zu Earth Defense Force: Iron Rain anschauen, denn das Spiel scheint exakt auf Leute abzuzielen, die bisheriges EDF blöd finden. Will sagen: Ich bin absolut nicht die Zielgruppe.

Bei dem gaanzen Geballer blieb natürlich nicht gar so viel Zeit für andere Titel, zumal ich ja dann auch noch andere Interessen habe, wie Essen und Schlafen und Arbeiten. Red Dead Redemption 2 hat mein Interesse nicht verloren, aber konnte diesen Monat den Kampf um meine Aufmerksamkeit nicht einmal gegen obigen Blödsinn gewinnen. Kürzerer Kram hatte da bessere Chancen, präsentiert in der folgenden tollen Kategorie.

Durchgespielt
Celeste: Aufgrund der Begeisterung eines einzelnen Herrns nutzte ich das Games-with-Gold-für-1-Euro-Angebot, um Celeste auch mal außerhalb der Pico-8-Version und dem einem Mal, wo ich für Marcus eine Stelle schaffte, obwohl ich es noch nie und er es schon durchgespielt hatte zu spielen. Und ich mochte es gern und werde auch weiterhin in Erinnerung behalten, was man bei Panikattacken tun muss. Aber ich merkte auch, dass mich beinharte Jump’n’Runs nicht mehr so abholen, wie es Super Meat Boy einst tat, so viel sympathischer der Cast in Celeste auch ist, und ich eine regelrechte Abneigung gegenüber Stacheln als Gameplayelement entwickelt habe. Der innere Konflikt der Protagonistin fand bei mir nicht den Widerhall, den ich erwartete: Vielleicht, weil ich Herausforderungen stets aus dem Weg ging. Aber genug Erdbeeren, um den ganzen Kuchen zu bedecken, hatte ich zumindest. Die Stelle, die ich für Marcus machen musste, hab ich übrigens kein zweites Mal geschafft.
Night in the Woods: Davon hab ich ja im kürzlichen 2017-Rückblick schon geschwärmt, aber auf welche Art und Weise mich das noch packte, überraschte mich. Ein Genretwist, den ich vielleicht von der ersten Staffel True Detective erwartet hätte, in diesem Tier-coming-of-age-Adventure? Ein supersubtiles Brechen der vierten Wand, dass mich mehr schockte als das im vorherigen Satz beschriebene? Die Darstellung von psychischer Krankheit, die mich mehr traf als die in Celeste oder Hellblade, weil sie mir und meiner näher war? Hätte ich nicht gedacht. Und das meiste davon wird auch euch vermutlich nicht so beeindrucken, wie es mich tat. Aber was wir alle schätzen können: Die Protagonisten haben so uncoole Namen (außer Gregg. Gregg rules, ok), und ich liebe es dafür. Für mehr Mae Borowskis und Beatrice Santellos in Spielen.
Bomb Squad Academy: Ich hab keine Ahnung, wie das einst auf meiner Steamwunschliste landete, aber für knapp 90 Minuten stimmte es mich vergnügt. Ich hab sowenig Ahnung von Elektrik/Elektronik, dass ich nicht einmal den Unterschied zwischen beiden kenne, aber bunte Kabel durchzuschneiden haben Menschen meines Alters schon mit der Vorabendfernsehmuttermilch aufgesogen. Unter Zeitdruck müssen in BSA Verbindungen unterbrochen, hergestellt und Strom per Schalter umgeleitet werden, um levelbeendende Explosionen zu vermeiden. Was im Ende eine leichtbekömmliche Mischung aus Logikpuzzle und Irrgarten ergibt, die vom Zeitlimit weitaus weniger negativ beeinflusst wird als ich befürchtete. Wenn man alle Tutorials durch hat, ist das Spiel dummerweise vorbei.
Battleship Solitaire: Das ist so ein furchtbares Spiel, was man um 2:00 nachts noch einmal kurz vorm Schlafengehen anmacht und dann nicht aufhören kann, bis es kurz nach halb vier ist. YMMV. Wichtig ist, dass man per Zahnrad den Hard Mode aktiviert, sobald man das Prinzip verstanden hat. Ich kann mir selber nicht erklären, was denn nun genau an einer Mischung aus Schiffeversenken und Picross so faszinierend ist (zumal ich meist nur die 15×15-Felder spiele, die nicht am schwersten sind), aber die Felder blau zu füllen, indem man die Zahlen anklickt, ist so ein wohlig befriedigendes Gefühl!
Ich weiß doch auch nicht.

So, für Februar hoffe ich, zu Red Dead Redemption zurückzufinden und mindestens einen der folgenden Titel zu spielen: Return of the Obra Dinn, Unavowed, What happened to Edith Finch. Oder endlich mal Cultist Simulator kapieren. Ich hoffe, der nächste Text wird unterhaltsamer!

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Best of 2017

Hey, es ist ein ganz normaler Jahresrückblick, ich guck nur weiter als die anderen. Meine Lieblingsspiele 2017, in ungewichteter Reihenfolge!


Cuphead ist der hübscheste Tritt ins Gesicht, den ich je bekam. Spiele, die allein aufgrund ihres Schwierigkeitsgrads punkten wollen, reizen mich nicht – Cuphead bietet darüber hinaus optische und musikalische Leckerbissen, die so noch nicht gesehen (oder gehört) wurden, abwechslungsreiche Bosskämpfe und diese tiefe Befriedigung, die leichte Spiele einfach nicht bieten können. Dass sich viele Spieler etwas anderes erhofften, ist ja nicht die Schuld des Spiels.


Getting Over It with Bennett Foddy
Ich möchte mich korrigieren: Spiele, die allein aufgrund ihres Schwierigkeitsgrads punkten wollen, reizen mich nur, wenn Bennett Foddy sie kommentiert und ab und an alte Bluessongs übers Scheitern spielt. Ich werds nie durchschaffen, und das ist okay.


Die Formulierung “Das Dark Souls des …” bei der Beschreibung eines moderat schweren Spiels nicht zu benutzen, ist das Dark Souls des Reviewschreibens. Und auch ich komme nicht umhin, dieses tote Pferd für die Beschreibung Hollow Knights herbeizuzitieren, finden sich doch in letzterem viele Elemente, die ich an Dark Souls liebte und weit über die bloße Schwierigkeit hinausgehen. Die Erforschung der fremden, feindseligen Welt, die düstere Grundstimmung, das Experimentieren mit Mechaniken, von denen ich einige bis zum Schluss nicht verstand, das über alle Zweifel erhabene Kampfsystem, der riesige Umfang, die Story, die man sich, so gewünscht, selber zusammenpuzzlen muss, der stete, aber steinige Weg zur Macht, die höchsten Höhen, die man erklimmt, wenn man die größten Steine im Weg überwindet, das Belohnen von Neugier, ohne in jede Sackgasse eine Schatztruhe zu packen, und eine Handvoll pointierter emotionaler Szenen: Hollow Knight ist Dark Souls als Metroidvania, nur besser.


Ich hab Night in the Woods noch nicht mal durchgespielt, aber kann jetzt schon aus vollem Herzen sagen, dass es das beste Spiel über eine Katze Anfang 20 ist, die die Uni abbricht, um ohne Plan in ihre Heimatkleinstadt zurückzukehren und ihre Freunde von früher wiedertrifft, deren Leben einen anderen Verlauf nahm. Was soll ich sagen: Mit dem Thema Freundschaft kriegt man mich immer, und ein paar der Szenen und Dialoge in diesem Spiel, dessen Genre ich nicht wirklich benennen kann, sind zum An-die-Wand-nageln-und-immer-wieder-ansehen-gut. Es ist lustig und traurig und beides nicht zu sehr, es ist schön und dreckig und beides genau richtig, mit den schönsten Minigedichten und dem tollsten Tagebuch des Jahres. Vielleicht endet es ganz doof dramatisch und ich werde hassen, es weitergespielt zu haben, wie ich es immer hasse, wenn die Figuren, die ich mag, kein glückliches Ende kriegen. Aber das macht ja die guten Szenen nicht weniger wertvoll.


Ich finds immer schwierig, Titel, die ich stets nur mit jemandem gespielt habe, richtig einzuschätzen, weil ich nie weiß, ob ich ob des Spiels oder ob des Mitmenschen so viel Spaß habe. Deswegen geht dieser Platz entweder an Nidhogg 2 oder an Marcus. Hatten wir den Vorgänger schon mehr gespielt als sonstwas, brachte die zusätzliche Tiefe der verschiedenen Waffen, Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten dieses Teils ein derartiges Brett an guter Laune, dass ich vermutlich bei keinem anderen Spiel so viel gelacht habe, so sehr ging es hin und her, so abstrus waren die aus der Luft getretenen Pfeile, so beknackt die unabsichtlichen Freitode nach hart erkämpften Vorteilen. Vielleicht hätte ich weniger Spaß, wenn Marcus besser wäre, aber so ist es mein Lieblingsmultiplayerspiel des Jahres.


Persona 5 ist, wie wenn der Breakfast Club Superkräfte gekriegt hätte. Ein Haufen zusammengewürfelter Schüler verbessert mit Spielzeugwaffen die Welt, irgendwo zwischen Death Note und Inception, und merkt dabei, dass nicht alles gut wird, nur weil man Gutes will. Ein Spiel für die Generation Bingewatcher, und eins für mich, weil es – wie in allen Personateilen – abseits des Hauptplots stets von Freundschaft handelt, und wie gesagt, mit Freundschaft kriegt man mich immer. Superjapanisch im Guten wie im Schlechten, mit famosem Interfacedesign und mein weißer Wal, über den ich so viel hätte schreiben wollen, damals, als ich so einen ewiglangen ABC-Artikel plante, der alle Facetten des Spiels beleuchtet, namentlich Alltag, Battle, Confidants, Dungeons, Essen, Freizeitangebote, Gemeinschaft, Hilflosigkeit, Inkonsequenz, Japan, Kampfsystem, Leid, Mythologie, Nostalgie, Offtopic, Popkultur, Quests, Religion, Style, Thematik, Unterbewusstsein (gemeinsames), Vörgänger, Widerstand, X, O, Dreieck und Quadrat, Young Adult Storytelling und Zelda.


Apropos: Ich wusste, dass ich zuviel The Legend of Zelda: Breath of the Wild gespielt hatte, als ich um 3:40 mit dem letzten Blick ins Wohnzimmer das diffuse Leuchten der Lampe im Fenster des Nachbarhauses als noch unentdeckten Schrein deutete. BOTW ist noch mehr als seine Vorgänger die Story von Zelda, nicht von Link, und ihre Entwicklung von “Prinzessin Machtlos” zu der Person, die all das, was man selbst spielt, erst ermöglicht, stimmt mich auch jetzt noch, anderthalb Jahre nachdem ich es durchgespielt habe, wehmütig und fremdstolz. Dass das eine komische Kombination ist, ist mir bewusst, ich wunder mich selbst grad. Darüber hinaus natürlich beste Open World und viel zu Entdecken und Wetter und Physik und Nintendodetails und naja, ihr wisst ja selbst.


West of Loathing ist das lustigste Spiel auf der ganzen Welt (außer Nidhogg 2 mit Marcus). Zuzüglich dieses zugegebenermaßen sehr subjektiven Lobes erlebt man hier ein tieferes Rollenspielerlebnis, als man ob der Optik je erwarten würde. Der Name leitet sich von dem langjährigen Online”rollenspiel” Kingdom of Loathing ab, dem einzigem, dem ich je meine Zeit schenkte. Das war nämlich auch schon brüllend komisch, wenn man denn einen Sinn für Beknacktheit hat.


Prey war die größte Überraschung 2017 und zog mich unaufhaltsam in seinen Bann. Die vielfältigen Möglichkeiten, die offene Welt, das Setting und die Atmosphäre begeisterten mich, der First-Person-Action eigentlich meidet, so sehr, dass nicht mal das für mich nicht nachvollziehbare Ende mir die Freude vermiesen konnte. Dass zudem meine Skillauswahl zur Mitte des Spiels die Schwierigkeitskurve in eine Bodenwelle verwandelte, ist ja nicht Preys Schuld.


Tacoma ist Prey, nur ohne Action, viel kleiner und besser geschrieben. Hüben wie drüben hangle ich mich durch eine Raumstation und versuche anhand von Kameraaufzeichnungen, visuellem Storytelling und Emails das Schicksal der Crew zu ergründen. Mit dem Unterschied, dass ich bei Prey ein Häkchen hinter den Namen im Crewverzeichnis machen kann, wenn ich die entsprechende Leiche gefunden habe, und Tacoma mir diese paar Menschen so nahebringt, dass ich nur will, dass sie ihr Glück finden.

Von 0 zu 100000

Als ich die magische Grenze von 100000 Xboxachievementpunkten überschritt, hatte ich eigentlich einen langen, ausführlichen Text geplant, der meine persönliche Spielevergangenheit in den vergangenen fast zehn Jahren, die ich dafür brauchte, Revue passieren ließe. Aber das war dann selbst mir zu ichbezogen. Daher nur diese kleine Anekdote:
Mein erstes Achievement bekam ich im Dezember 2007 in Hexic HD, und es hieß Star Gazer.
Die 100000 erreichte ich diesen September in Pinball FX 3, mit einem Achievement namens Get the stars!

Und diesen zufälligen Zusammenhang fand ich schön. Damals hab ich sie nur von unten angeschaut. Und jetzt hock ich zwischen ihnen.

Eine vermutlich sehr dumme Idee

Hallo, SpielerDrei hier mit einem Luxusproblem: Zu viele Spiele. Das liegt gar nicht so sehr an einem etwaigen Kaufdrang kombiniert mit Geldüberschuss, hab ich doch lediglich 12 Spiele in ebensovielen Monaten dieses Jahres erstanden, was weit entfernt ist von der Zeit vor etwa 14 Jahren, wo ich teils mehr für Spiele im Monat ausgab als für Miete (zumal das damals auch noch fast alles Vollpreisspiele waren, davon hatte ich dieses Jahr genau eins). Ich würde gerne Reife als Grund dafür angeben, aber es ist schlicht Übersättigung. Über die Jahre haben sich im Regal, auf den Konsolen und in der Steambibliothek derartige Massen an Spielen angehäuft, dass mir das ein bißchen peinlich ist – nicht ob des Besitzes, sondern weil ich so viel nicht einmal ansatzweise gespielt habe. Wisst ihr, wer kauft, aber nicht benutzt? Sammler. Iiiiehh!

Jetzt wäre der logische Schritt natürlich, einfach nichts Neues mehr zu kaufen, wenn mich das so belastet. Aber so einfach ist das nicht, schließlich wird man von allen Seiten ständig gratis mit neuen Spielen beworfen, sei es per Games with Gold, PS+, Twitch Prime, Humble Monthly und jetzt noch zusätzlich vom Epic Store. Ganz zu schweigen von itch.io, wo es zum jetzigen Zeitpunkt über 134000 Gratisspiele gibt, oder Gamejams, die in einem Tempo Spielbares produzieren, dass selbst der Mensch mit der größten Hingabe, den ich kenne, nicht hinterherkommt. Damit kommt ihr vielleicht gut klar, aber ich bin prädestiniert, dazu, mich von meinen Mediengenießmöglichkeiten eingeschränkt zu fühlen, schaue ich doch seit geraumer Zeit nicht mehr die Filme, auf die ich gerade Lust habe, sondern die von meiner Watchlist, die in den nächsten 30 Tagen bei Amazon aus dem Programm genommen werden. Ein Elend, sag ich euch.

Also will ich ein Experiment wagen. Ab dem 1. Januar 2019, bis zum 31. Dezember des selben Jahres, werde ich mir kein einziges Spiel kaufen, unabhängig von Plattform, Preis und Pferlangen. Soweit ich weiß kommt nächstes Jahr nichts raus, was ich als Musthave auf dem Schirm habe, und selbst wenn, macht das 2020 auch noch Spaß. Ich werd auch das nächste Jahr ohne Switch überleben, selbst wenn das neue Fire Emblem erscheint (ich hab ja schon die letzten 4(?) Teile auf dem 3DS nicht gespielt (halt alle nach Awakening), meine krankhafte Abhängigkeit scheint geheilt), und kein Trailer von E3, GC oder VGA erzeugte bei mir Kribbeln im Bauch.

Daher werde ich es nun ein Jahr mit Spielen so halten, wie es die meisten Überdreißigjährigen mit Musik tun, und den Blick nurmehr nach hinten werfen. Backlog bespielen, “Das klang interessant und war billig”-Titel tatsächlich mal angucken, vielleicht sogar, und ich weiß, das muss für euch total verrückt klingen, irgendwas Durchgespieltes noch einmal von vorn beginnen?! Ansonsten widme ich mich den Krumen, die mir PS+ und Twitch Prime monatlich zuwerfen, und traue mich dadurch vielleicht gar an Genres, die ich sonst links liegen lasse. Und wenn mich all das binnen kürzester Zeit langweilt, dann les ich halt ein schönes Buch. Oder abonniere Game Pass bzw. Playstation Now. Das gilt, ich mach die Regeln!

Idealerweise werde ich gen Ende jeden Monats von meinen spannenden Erlebnissen mit diesem selbstauferlegten Kreuz berichten, aber wir wissen ja, wie das mit mir und regelmäßigem Schreiben so ist. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht wirklich vorstellen, dass das in irgendeiner Art und Weise lesenswert für euch wäre, aber wann hat mich das je abgeschreckt? Also begleitet mich in dieses Jahr der Entbehrungen, und schaut (aus sicherer Entfernung), was es mit mir macht. Who will survive and what will be left of them? Aber vorher kauf ich noch Below und das neue Earth Defense Force, mit dem noch ungespielt hier liegenden Bloodborne sind die ersten drei Monate damit eigentlich schon im Sack.

Best of 2016 Remix

Mit großem Dank an Freund Nille.