Bleist from the Peist

Der letzte Text hat Erinnerungen an eine Zeit geweckt, die später in meiner Biographie als “Die verlorenen Jahre” bezeichnet werden: Alles nach dem Schulabschluss. Ich kramte die erwähnten alten Reviews aus, die ich einst unter Einsatz meines Lebens aus dem php-Code unserer Site gehackt hatte. Wer war dieser Mensch, der solch verbrauchte Formulierungen benutzte, warum machte er so viele Absätze und wieso siezte er den Leser? Aber nach Lektüre meines Fastgesamtreviewwerks wurde mir zwei klar: Meine Herren, hatten Spiele früher viele Bugs; und: Hey, Reviews sind irgendwie doch was Tolles. Jahrelang hab ich sie geschmäht, verhöhnt und mich über ihre Autoren lächerlich gemacht; aber irgendwie ist es befriedigend, etwas über den Spielablauf zu erfahren, ohne der Gefühlswelt des Autors anteilig zu werden; es erfreut, auch mal etwas über die technische Seite des Spiels zu erfahren; das Legen des Hauptaugenmerks auf Information anstatt Unterhaltung und die Formelhaftigkeit, die einen vor den ach so coolen Textricks des Autors bewahrt, geben mir plötzlich wieder was. Faszinierend.

Ich mein, ich könnte heute nicht mehr so schreiben wie damals, einfach weil ich Spiele inzwischen ganz anders wahrnehme und nicht mehr die durchquerten Screens zähle, weil ich inzwischen ein gewisses Grundwissen meiner Leser vorraussetze und aus letztens genannten Gründen eh nicht das Zeug dazu hab. Aber ich möchte das alte Zeug mit euch teilen, weil ich Allerlei Blei als große “Alles was SpielerDrei macht”-Anlaufstelle sehe, und da gehört meine Vergangenheit halt mit zu. Klar sind sie uninteressant, hoffnungslos unaktuell, miserabel geschrieben und von zweifelhaftem Inhalt, aber ääh… hmmm, anscheinend hat sich mein Output doch nicht so sehr verändert. Möchtet auch ihr einen Schritt in die ferne Vergangenheit wagen und an konkreten Beispielen den schreiberischen Selbstfindungsprozess des SpielerDreis mitverfolgen, dann arbeitet euch einfach chronologisch durchs Archiv oder lasst euch gleich alle entsprechenden Texte durch einen Klick auf das furchtbare Wortspiel-Tag hier unter anzeigen. To the past!

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2 responses to “Bleist from the Peist

  1. Meine selten Reviewtexte heutzutage lesen sich auch noch genauso wie deine alten, hehe. Richtig “schlecht” finde ich deine aber nicht – okay, hab nur RIM und Wiz8 gelesen, weil ich auch beide Spiele gerne gespielt habe (RIM aber nicht durch).

  2. balkantoni

    Meine Entsprechungen, beide aus 2007:

    http://shodannews.wordpress.com/2007/04/04/battlefield-2142/

    http://shodannews.wordpress.com/2007/09/28/quake-wars-enemy-territory/

    Beim Lesen rollen sich meine Zehnägel hoch aber: Ich erkenne mich dennoch.

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